Ursachen für Nervenschmerzen in den Füßen – und was man dagegen tun kann

(djd). Kribbelnde und brennende Füße sind wichtige Hinweise auf eine sogenannte Neuropathie, eine Schädigung der Nerven, für die mehr als 200 verschiedene Ursachen bekannt sind. Diabetes mellitus und übermäßiger Alkoholkonsum stehen dabei an erster Stelle, aber auch ein Mangel an B-Vitaminen kann Neuropathien verursachen. Etwa jeder dritte Diabetiker entwickelt Schätzungen zufolge eine diabetische Neuropathie. Zum einen ist der erhöhte Blutzucker ein zentraler Grund. Zum anderen verlieren viele Patienten aber auch Vitamin B1 über die Nieren und sind daher häufig von einem nervenschädigenden Mangel betroffen.

 

Nervenschäden, begleitet von Brennen, Kribbeln oder Schmerzen, zeigen sich oft zunächst an den Füßen. Dorthin reichen die längsten Nervenfasern im Körper, die oft als erstes von einer Neuropathie betroffen sind.
Nervenschäden, begleitet von Brennen, Kribbeln oder Schmerzen, zeigen sich oft zunächst an den Füßen. Dorthin reichen die längsten Nervenfasern im Körper, die oft als erstes von einer Neuropathie betroffen sind.
Foto: djd/Wörwag Pharma

 

Schmerzen durch Ausgleich des Vitamin B1-Defizits lindern

Der Ausgleich eines Vitamin B1-Defizits trägt daher mit dazu bei, Nervenschäden und damit verbundenen Beschwerden entgegenzuwirken. Dafür eignet sich eine Vorstufe des Vitamin B1, das Benfotiamin, das etwa in milgamma protekt enthalten ist (rezeptfrei in der Apotheke). Benfotiamin kann vom Körper bis zu fünfmal besser aufgenommen werden als herkömmliches Vitamin B1. So kann es einen Mangel beheben und auch typische Beschwerden der diabetischen Neuropathie wie Kribbeln, Brennen oder Taubheit merklich ausbremsen. Diabetologen empfehlen außerdem, den Blutzucker gut einzustellen, eine gesunde Mischkost auf den Speiseplan zu setzen und Alkohol zu meiden.

 

Wie sehr die Füße unter Nervenschäden leiden, zeigt sich bei einer speziellen Untersuchung beim Arzt, bei der die Sensibilität mit einer Art Stimmgabel getestet wird.
Wie sehr die Füße unter Nervenschäden leiden, zeigt sich bei einer speziellen Untersuchung beim Arzt, bei der die Sensibilität mit einer Art Stimmgabel getestet wird.
Foto: djd/COLOURBOX

 

Früh gegen Symptome vorgehen

Typisch für eine Neuropathie: Sie beginnt meist an den längsten und dadurch besonders empfindlichen Nervenfasern, die in die Füße und Fingerspitzen reichen. Daher tritt die Erkrankung meist zuerst an beiden Füßen oder Händen auf. Neuropathie-Beschwerden verstärken sich in der Regel, wenn der Mensch zur Ruhe kommt. Die Nervenschädigungen entwickeln sich in vielen Fällen stetig weiter, wenn man nichts dagegen unternimmt. Die Schmerzen werden also stärker, während gleichzeitig die Sensibilität nachlässt. Dadurch steigt auch das Risiko für das gefürchtete diabetische Fußsyndrom, das häufig zu Amputationen führt. Auch die vegetativen Nerven, die die inneren Organe steuern, können von einer Neuropathie betroffen sein. Also gilt es, so früh wie möglich alle nervenschädigenden Faktoren auszuschalten.

 

Wer seinen Blutzucker gut einstellt (im Bild: Blutzuckermessung), unternimmt damit auch etwas gegen Nervenschäden - in der Fachsprache Neuropathie genannt.
Wer seinen Blutzucker gut einstellt (im Bild: Blutzuckermessung), unternimmt damit auch etwas gegen Nervenschäden – in der Fachsprache Neuropathie genannt.
Foto: djd/Wörwag/Colourbox

 

Studie: Schwere Schäden verursachen mehr Schmerzen

Eine groß angelegte Studie eines europäischen Forscherteams, die in der Fachzeitschrift “Pain” veröffentlicht wurde, bringt jetzt neue Erkenntnisse zu diabetischen Nervenschäden. Dafür haben die Wissenschaftler 232 Diabetiker mit einer Neuropathie untersucht. Ihr Ergebnis: Je stärker die Schmerzen sind, desto weiter ist meist auch die Nervenschädigung fortgeschritten. Während die Beschwerden zunehmen, sinkt parallel die Sensibilität für echte Reize wie Berührungen, das Temperaturempfinden oder Verletzungen. Um der Nervenschädigung entgegenzuwirken, sollten Diabetiker auf eine gute Blutzuckereinstellung, eine gesunde Lebensweise und den Ausgleich eines Vitamin B1-Mangels achten.

 

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