Hormone: Experten setzen heute auf eine individuelle Behandlung

(djd). Groß oder klein, rund oder dünn, sportlich oder gemütlich – jeder Mensch ist anders. Und das gilt nicht nur für äußere Merkmale, sondern auch für gesundheitliche Veranlagungen. So treten beispielsweise bestimmte Erkrankungen wie Bluthochdruck, Gerinnungsstörungen oder Diabetes innerhalb von Familien oft gehäuft auf. Deswegen wird in der modernen Medizin zunehmend Wert auf individuell zugeschnittene Behandlungen anstelle des “Gießkannenprinzips” gelegt. Das gilt insbesondere für die Hormonersatztherapie (HRT) bei Wechseljahresbeschwerden, bei der heute die persönlichen Voraussetzungen und Risiken jeder Patientin berücksichtigt werden.

 

Ob sportbegeistert oder gemütlich, ob groß oder klein, rund oder schlank - jede Frau ist einzigartig und sollte auch so behandelt werden.
Ob sportbegeistert oder gemütlich, ob groß oder klein, rund oder schlank – jede Frau ist einzigartig und sollte auch so behandelt werden.
Foto: djd/Hormontherapie Wechseljahre/Getty

 

Sicherer mit bioidentischen Hormonen

Grundlage für die Verordnung einer Hormonbehandlung ist daher eine genaue Anamnese, in der nach Gewicht, Blutdruck, aktuellen Beschwerden, Vorerkrankungen sowie der Situation in der näheren Verwandtschaft gefragt wird. Hierauf sollten sich Frauen, die wegen Wechseljahresbeschwerden zum Frauenarzt gehen, gut vorbereiten, damit ein möglichst vollständiges Bild entsteht. Bei der Wahl der Präparate bevorzugen Gynäkologen heute vielfach transdermale Östrogene, also etwa die Verabreichung von Östradiol äußerlich über die Haut wie mit Gynokadin Dosiergel. Dazu kommt bei Patientinnen, die noch ihre Gebärmutter besitzen, ein natürliches Progesteron in Form von Kapseln. Beide Hormone sind “bioidentisch” – das heißt, sie entsprechen den körpereigenen Botenstoffen. Die Verabreichung der Östrogene über die Haut hat deutliche Vorteile und kann deshalb auch bei Frauen mit bestimmten Risikofaktoren wie Übergewicht eingesetzt werden. Mehr Informationen dazu gibt es auch unter www.hormontherapie-wechseljahre.de. Wie auch aktuell auf einem Fachkongress von Experten vorgestellt wurde, scheint transdermales Östradiol im Gegensatz zu Östrogen in Tablettenform weder das Schlaganfall- noch das Thromboserisiko zu erhöhen.

Endlich wieder ruhiger schlafen

Natürliches Progesteron reduziert anders als manche synthetischen Gestagene nicht die positiven Wirkungen des Östrogens auf die Gefäßgesundheit und ist vermutlich auch sicherer bezüglich des Brustkrebsrisikos. Weitere Informationen dazu gibt es auch unter www.progesteron.de. Bei abendlicher Einnahme fördert es die Nachtruhe. Natürliches Progesteron ist darum bei Frauen, die unter wechseljahresbedingten Schlafstörungen leiden, eine passende Ergänzung zur Östrogentherapie.

 

Im Rahmen einer Hormonersatztherapie kann natürliches Progesteron eine erholsame Nachtruhe fördern.
Im Rahmen einer Hormonersatztherapie kann natürliches Progesteron eine erholsame Nachtruhe fördern.
Foto: djd/Hormontherapie Wechseljahre/Getty

 

Wie viel “Natur” ist ok?

Viele Frauen interessieren sich für die Behandlung von Wechseljahresbeschwerden mit pflanzlichen Mitteln. Auch dann sollten sie mit ihrem Arzt über die gewünschte Therapie sprechen, denn pflanzliche Präparate können ebenfalls Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten haben. Wichtig: Bei einer kombinierten Hormonersatztherapie sollten die verordneten Progesteron-Kapseln zur oralen Einnahme nicht ohne Rücksprache durch ein von der Apotheke gemischtes Progesteronpräparat ausgetauscht werden. Hier ist eine ausreichende Wirkung für den Gebärmutterschutz nicht gewährleistet. Unter www.hormontherapie-wechseljahre.de gibt es mehr Informationen.

 

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