Wenn Hören zur Anstrengung wird, leidet auch das Wohlbefinden

 

(djd). Beim Familientreffen reden alle durcheinander, der Kollege nuschelt immer so undeutlich, und die Dialoge des Fernsehkrimis werden von lauter Hintergrundmusik übertönt. Jeder kennt Situationen, in denen das Hören anstrengend ist und man nur mit hoher Konzentration alles richtig mitbekommt. Bis zu einem gewissen Grad gehört dies zum täglichen Leben dazu. Doch schon minimale Einschränkungen der Hörleistung können die Belastung beim Zuhören und Verstehen stark erhöhen. Das Gehirn, das die verschiedenen Geräusche erkennt, sortiert und sinnvoll interpretiert, muss dann permanent Höchstleistungen bringen. Die Folgen der dauerhaften Anstrengung können beispielsweise Ermüdung, Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen und Unzufriedenheit bis hin zur Depression sein.

 

Senior mit Problemen beim Hören
Schon bei leichten Höreinschränkungen kann eine Unterhaltung in größerer Runde nur noch mit Mühe verfolgt werden.
Foto: djd/Fördergemeinschaft Gutes Hören/Thomas Berg

 

Das Gehör verschlechtert sich meistens unbemerkt

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Oft werden solche Probleme aber nicht mit dem verminderten Hörvermögen in Verbindung gebracht. Das liegt zum einen daran, dass Verständnisprobleme im Alltag eben jeder mal erlebt. Zum anderen verschlechtert sich das Gehör meist so langsam, dass man es zunächst kaum bemerkt – auch weil ein direkter Vergleich zur früheren Hörleistung nicht möglich ist. Situationen, in denen das Hören schwierig und anstrengend ist, werden dann bewusst oder unbewusst gemieden. Negative Einflüsse auf das Wohlbefinden werden hingenommen oder auf andere Ursachen zurückgeführt. Um das zu vermeiden und einen schleichenden Hörverlust rechtzeitig zu bemerken, sind deshalb regelmäßige vorsorgliche Hörtests ab einem Alter von 50 bis 60 Jahren in jedem Fall empfehlenswert. Eine erste Einschätzung liefert ein Online-Test auf www.hoertestmachen.de**, der Website der Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH). Hier kann man checken, wie gut man Sprache vor dem Hintergrund von Störgeräuschen versteht.

 

Senior mit Problemen beim Hören
Oft fällt die verminderte Hörleistung zuerst in bestimmten Situationen auf – etwa bei einem Gespräch im Freien mit vielen Hintergrundgeräuschen.
Foto: djd/Fördergemeinschaft Gutes Hören/Thomas Berg

 

Kostenloser Hörtest beim Profi

Für eine fundierte Überprüfung empfiehlt sich der Besuch bei einem Hörakustiker, Adressen von Experten in ganz Deutschland finden sich ebenfalls auf der Website der FGH: www.fgh-info.de. Ein vorsorglicher Hörtest ist bei einem Hörakustiker generell kostenfrei und in ein paar Minuten erledigt, die Ergebnisse liegen sofort vor. Mögliche Hörschwächen werden auf diese Weise frühzeitig erkannt und lassen sich meist effektiv ausgleichen. Moderne, fachkundig angepasste Hörsysteme können dann wieder unangestrengte Kommunikation ermöglichen und so die Lebensqualität erheblich verbessern.

 

Senior mit Problemen beim Hören
Wer schlecht versteht, führt das oft auf andere Ursachen zurück, etwa das zu leise oder undeutliche Sprechen des Gegenübers.
Foto: djd/Fördergemeinschaft Gutes Hören/Thomas Berg

 

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Beim Familientreffen reden alle durcheinander, der Kollege nuschelt und beim Krimi ist die Musik zu laut: Jeder kennt Situationen, in denen man nur mit hoher Konzentration alles versteht. Doch schon minimale Einschränkungen der Hörleistung können die „normale“ Höranstrengung stark erhöhen und langfristig zu Folgen wie Ermüdung, Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen und Unzufriedenheit führen. Oft wird das Problem erst spät bemerkt, weil sich das Hörvermögen schleichend verschlechtert und das verminderte Wohlbefinden auf andere Ursachen zurückgeführt wird. Regelmäßige vorsorgliche Hörtests sind daher ab dem Alter von 50 bis 60 Jahren in jedem Fall empfehlenswert. Bei www.fgh-info.de**, der Website der Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH), findet man Hörakustiker in der Region.